Wie kommt es zu trockenen Augen?

Die Augenoberfläche ist von einem dünnen Tränenfilm bedeckt, der das Auge befeuchtet, es mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt und keimtötende Substanzen enthält. Bei trockenen Augen verdunstet der Tränenfilm zu schnell, es wird zu wenig Tränenflüssigkeit neu gebildet oder die Haftung des Tränenfilms auf der Augenoberfläche ist unzureichend. In der Folge reibt das Augenlid aufgrund der mangelnden Befeuchtung über die Augenoberfläche und reizt diese. Es kommt zum typischen Fremdkörper- oder Sandkorngefühl, die Augen brennen, sind gerötet und fühlen sich müde an. Auch können trockene Augen – paradoxerweise – vermehrt tränen.


Der Tränenfilm bedeckt den vorderen Teil des Augapfels, dient dem Schutz vor Fremdkörpern und bildet eine Gleitschicht für das obere Augenlid.

Unser Tränenfilm besteht aus drei Schichten:

  1. DIE LIPIDSCHICHT: Sie ist die äußeste Schicht, grenzt an die Umgebungsluft und sorgt als dünner Fettfilm dafür, dass die darunter liegende wässrige Schicht nicht zu schnell verdunstet.
  2. DIE WÄSSRIGE SCHICHT: Sie befindet sich in der Mitte der drei Schichten, besteht zu 98 Prozent aus Wasser, enthält jedoch auch Glukose, Sauerstoff und weitere Nährstoffe für die Hornhaut. Sie sichert den hohen Wassergehalt der inneren Schicht.
  3. DIE INNERE SCHICHT ODER MUCINSCHICHT: Sie steht in direktem Kontakt mit der Augenoberfläche und sorgt dafür, dass der Tränenfilm an ihr haftet und sich gleichmäßig verteilt.

Die Ursachen für trockene Augen sind vielfältig.

ÄUSSERE FAKTOREN
Permanentes Arbeiten am Bildschirm und trockene Raumluft sind die häufigsten Ursachen für trockene Augen.
Ist der Blick auf den Computerbildschirm oder das Smartphone gerichtet, wird wesentlich seltener geblinzelt als bei anderen Tätigkeiten und der Tränenfilm wird schlechter auf der Augenoberfläche verteilt. Vor allem im Winter entzieht die Luft in warmen, trockenen und schlecht gelüfteten Räumen unseren Augen Feuchtigkeit. Den gleichen Effekt haben Klimaanlagen im Sommer. Auch die Einnahme von bestimmten Medikamenten oder das Tragen von Kontaktlinsen können trockene Augen fördern, ebenso wie Umweltbelastungen oder Verletzungen der Augenlider.

INNERE FAKTOREN
Mit zunehmendem Alter nimmt die Tränenproduktion automatisch ab. Auch eine Schwangerschaft oder Wechseljahre können trockenen Augen begünstigen. Ebenso können Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes, Rheuma, Neurodermitis oder Nervenlähmungen das unangenehme Gefühl in den Augen hervorrufen. Auch Angewohnheiten wie Rauchen können eine Rolle spielen.

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Heizungsluft

Heizungen senken die Feuchtigkeit der Raumluft. Dadurch verdunstet auch der Tränenfilm der Augen schneller.

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Büro-Augen-Krankheit (Office-Eye-Syndrom)

Der Lidschlag verteilt die Tränenflüssigkeit am Auge. Durch den starren Blick auf den Bildschirm blinzeln wir seltener und der Tränenfilm kann leichter aufreißen.

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Kontaktlinsen­träger

Die Beschwerden der trockenen Augen können auch durch das Tragen von Kontaktlinsen hervorgerufen und verstärkt werden. Oft kommt es zu einem Fremdkörpergefühl zwischen Linse und Auge aufgrund von zu wenig Tränenflüssigkeit.

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Umweltbedingungen

Verschmutzte Luft schädigt nicht nur das Klima der Erde, sondern auch das unserer Augen. Sonnenstrahlen, die auf das ungeschützte Auge treffen, können den Tränenfilm schädigen.

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Reisen

Die Urlaubs- und Reisezeit bringt einige „Stressfaktoren“ für die Augen mit sich. Gebläse, Zugluft, Klimaanlagen sowie Sonneneinstrahlung, Wind und Chlorwasser sind Faktoren, die zur Folge haben können, dass die Augen nicht mehr ausreichend mit Flüssigkeit benetzt werden.

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Medikamente

Schlafmittel, Betablocker, Psychopharmaka und Hormonpräparate können trockene Augen auslösen. Besprechen Sie mögliche Wechselwirkungen daher vorab mit Ihrem Arzt.

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Schwangerschaft und Wechseljahre

Durch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren kann es zu einer geringeren Tränenflüssigkeits-produktion kommen.

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Allergiker

Pollen reizen die Augen und beeinträchtigen die Tränenflüssigkeit. Auch Allergiemittel können den Tränenfilm beeinflussen. Eine ärztliche Beratung ist daher zu empfehlen.

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Ab 50+

Mit steigendem Alter nimmt die Menge der Tränenflüssigkeit im Auge ab. Das Risiko für die Entstehung von trockenen Augen ist daher erhöht.

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Erkrankungen

Rheuma und Entzündungen, Neurodermitis oder Schilddrüsenfunktions­störungen wirken sich negativ auf den Tränenfilm aus. Auch Diabetiker sind oftmals von trockenen Augen betroffen.

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